Bei Albert Holz arbeiten wir mit Furnierhölzern, natürlichen Materialien und industriell gefertigten Verbundstoffen. »Arbeiten mit« heißt in diesem Fall sich damit auseinandersetzen. Denn die Wahl des richtigen Materials hat viel mit Wissen zu tun. Mit Sinn und Sinnlichkeit. Mit Gespür und irgendwie auch mit Gehör. Denn es gilt, dem Dialog der Materialien aufmerksam zuzuhören.

Hier im Haus sind wir in der Lage, alles zu verarbeiten. Und alles heißt auch: alles Holz. Ohne Einschränkungen. Die Technik und das Know-how und die Lust dazu sind da. Es ist die Lust am Ausprobieren und Experimentieren. Mit Materialkomponenten wie Stein oder Glas oder sämtlichen Metallen von Edelstahl bis Bronze. Mit spannenden Fragen wie: Welche Metalle korrespondieren mit welcher Oberfläche? Und wie wirkt hochglänzend, verchromt, gebürstet, satiniert, gefärbt oder natur? Dabei macht es einen Unterschied, ob man ein Material nur verwendet oder es auch wirklich verarbeiten kann: Hier bei Albert Holz haben wir die Fertigungstiefe dazu. Und das Wissen, wie man welche Materialien bearbeitet. Wir können Glas verkleben oder Acryl bearbeiten. Wir können verformen, Kunststoff-Spritzgussteile herstellen oder Aluminiumprofile ziehen. Für viele Arbeitsschritte haben wir spezielle Werkzeuge, deren Entwickler und Eigentümer wir sind. Das betonen wir so – denn besitzen ist etwas anderes als nur benutzen.

Integration von Medientechnik, Bewegungstechnik, Lichttechnik und Bildschirmtechnik.

Neugier trifft Know-how

Dass wir das klassische Handwerk hier in Burgstetten so lebendig halten, ist weder Folklore noch Romantik. Es ist unser Alltag und unser Anspruch. Es ist das Wesen dessen, was wir hier täglich machen: die Tradition, etwas handwerklich zu fertigen, in Kombination mit modernster Fertigungstechnik. Das eine geht nicht ohne das andere. Zumindest nicht für uns. Hätten wir nur die Technologie, ginge es nur um Stückzahlen. Umgekehrt kann das Handwerk alleine niemals an die Präzision der Maschinen heranreichen. Für uns ist deshalb beides wichtig. Aber das Wichtigste ist die gesunde Balance. Zwischen von Hand gefertigt – und von der Maschine perfektioniert. Im Bankraum zum Beispiel liegt noch derselbe Fußboden wie schon beim Urgroßvater Albert Holz. Hier stehen noch Hobelbänke, hier wird noch von Hand gearbeitet. Das ist kein Retro-Chic. Das ist ein Arbeitsraum und unser Handwerk sieht man unseren Möbeln auch an. An ihren Verbindungen. Daran, wie der Korpus gefertigt ist. Daran, wie ein Bauteil verarbeitet oder eine Gehrung verleimt ist. Vieles davon kann man nur handwerklich fertigen. Oder es verliert seine Aussage und seine Ausstrahlung.

»Fast alle unsere Mitarbeiter sind gelernte Schreiner. Selbst im Büro – fast nur Schreiner. Bis auf einen. Der ist gelernter Metallbauer. Was gut ist, denn er arbeitet bei uns in der Metallabteilung. So viel zum Thema Expertentum. Was wir produzieren, muss authentisch sein.«

Philipp Holz